Die deutsche Bundesliga

Der 24. August 1963 markiert in den Analen der Deutschen Bundesliga einen besonderen Tag: den ersten Spieltag der Bundesligageschichte. Bereits rund ein Jahr zuvor, am 28. Juli 1962, ist im Rahmen des Bundestages des Deutschen Fußball-Bundes, welcher im Goldsaal der Dortmunder Westfalenhalle abgehalten wurde, die Bundesliga aus der Taufe gehoben worden. Damals haben sich 103 der insgesamt 129 stimmberechtigten Delegierten der Landesverbände für die Einführung der neuen deutschen Spielklasse  mit der Saison 1963/64 ausgesprochen. Dieser Beschluss hat den Schlusspunkt unter eine viele Jahre währende Diskussion darüber, eine gesamtdeutsche, einheitliche Profi-Liga zu etablieren, gesetzt.

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Die Bundesliga startet sogleich mit einer Panne: Das erste Tor, erzielt in der 1. Minute, wird Timo Konietzka von Borussia Dortmund zugeschrieben – ein Tor, das eigentlich gar nicht fallen hätte dürfen, denn der Schiedsrichter hatte zu früh angepfiffen. Kurios erscheint auch aus heutiger Sicht, dass alle Spiele zeitgleich, nämlich am Sonnabend, angesetzt waren. Generell hat sich seit der ersten Spielzeit vieles gewandelt. Statt 16 umfasst die Bundesliga heute 18 Mannschaften. 1991/1992 markiert überhaupt eine Ausnahmesaison, in welcher zur Feier der deutschen Wiedervereinigung insgesamt 20 Mannschaften im Oberhaus aufspielten. Auch das Regelwerk hat einige Überarbeitungen erfahren: beispielsweise die Abschaffung und Wiedereinführung der Relegation und die Umstellung von der 2-Punkte- auf die Drei-Punkte-Regel.

Die Erfolgsgeschichte der Bundesliga

Als der Deutsche Fußball-Bund die Bundesliga ins Leben ruft, nimmt der Fußball bereits einen fixen Platz in der deutschen Sportlandschaft ein. Dies war nicht von Anfang an so. Der im 19. Jahrhundert von den britischen Inseln nach Kontinentaleuropa importierte Sport sieht sich nämlich anfangs der starken Opposition der Turnvereine ausgesetzt, bevor er in die Schulen Einzug nimmt und zum Gründungszweck vieler Sportvereine und schließlich des DFB wird.

Die Bundesliga wird also zu einer Zeit eingerichtet, als der Fußball bereits etabliert ist. Kein Wunder also, dass sie sich von Anfang an guter Zuschauerzahlen erfreut. Richtige Popularität erlangt sie aber erst mit der Kommerzialisierung in den 90ern und dem Fußballboom seit 2000. Entscheidend zur Beliebtheit beigetragen haben vor allem der sportliche Erfolg der deutschen Nationalmannschaft und die Heim-WM im Jahr 2006. Heute ist die Bundesliga ein großer Wirtschaftsfaktor, von dem viele Branchen profitieren.

Der Rekordverein der Bundesliga: Bayern München

Seit der Gründung sind mittlerweile einige Jahre und Spielzeiten ins Land gezogen. So kann die Bundesliga inzwischen mit vielen Zahlen und Rekorden aufwarten. Am meisten geprägt hat sie ohne Zweifel Bayern München; denn auf das Konto des drittteuersten europäischen Vereins gegen die meisten Titel und Erfolge. Der Titel des Bundesliga-Dinosaurus geht jedoch an den Hamburger SV, der als einziger Club seit Anbeginn der Bundesliga alle Saisonen in ihr gespielt hat.

Infos:

http://www.bundesliga.de/ und  http://www.fussballheuteabend.com

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